Strategien, Krisenfestigkeit und Gefährdungspotenziale in der österreichischen Landwirtschaft unter Berücksichtigung der Covid-19 Pandemie und deren Implikationen für die Agrarbildung in Österreich
Die vorliegende Studie analysiert spezielle Strategien und Risiken in der Landwirtschaft und liefert Erkenntnisse zur Steigerung der Stabilität von landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich. Grundlage dafür sind 1.804 Telefoninterviews mit Landwirtinnen und Landwirten unterschiedlicher Betriebsformen von Jänner bis März 2021. Österreichische Landwirtinnen und Landwirte favorisieren die Produktion im Rahmen von Qualitätsprogrammen, die Produktionsausweitung wird hingegen als weniger wichtig erachtet. Die zusätzliche Frage nach der langfristigen Ausrichtung als Folge der Corona-Pandemie belegt, dass nur 25% der Befragten diesbezüglich eine Änderung planten. Die direkte und regionale Vermarktung ihrer Produkte wurde als häufigste Option genannt. Generell gehen die Befragten von einer hohen Stabilität ihrer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe aus, wobei Kürzungen von Fördergeldern und ein Ausfall von Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern als größte Risiken eingestuft werden. Maßnahmen zur Risikoabsicherung fordern die Landwirte und Landwirtinnen eher von der Öffentlichkeit ein und sehen weniger Handlungsbedarf in der eigenen Unternehmensführung.



