Fördernde und hemmende Faktoren für eine außerfamiliäre Hofübergabeberatung in Österreich aus der Sicht der Übergebenden
Für landwirtschaftliche Familienbetriebe ohne innerfamiliäre Hofnachfolge stellt die Betriebsübergabe an Personen außerhalb des Verwandtschafts- oder des Angehörigenkreises eine Alternative zur Betriebsaufgabe da, die darüber hinaus einen Beitrag zum Erhalt von Kulturlandschaft und ländlichen Strukturen leistet. Die Zielsetzung der Studie war es, entlang der Phasen des Übergabeprozesses jene Faktoren zu identifizieren, die aus Sicht der übergebenden Landwirt:innen für den Erfolg der außerfamiliären Hofübergabe bedeutsam sind. Hieraus sollen Kriterien für ein neues Beratungsprodukt bei den Landwirtschaftskammern zur außerfamiliären Hofübergabe abgeleitet werden. In der Studie wurden sieben Landwirt:innen aus vier landwirtschaftlichen Familienbetrieben interviewt. So konnten deren individuelle Perspektive auf den erlebten Hofübergabeprozess und die dabei gemachten Erfahrungen mittels leitfadengestützter, problemzentrierter Interviews erhoben werden. Die anschließende Auswertung erfolgte mithilfe der strukturierenden Inhaltsanalyse. Alle sieben Interviewpartner:innen beschrieben die außerfamiliäre Hofübergabe als einen Prozess, der mit Herausforderungen verbunden ist, die so bei der innerfamiliären Hofübergabe nicht auftreten. Als Grundlage für die Entwicklung spezifischer Beratungsangebote bei den Landwirtschaftskammern, wurden abschließend die gefundenen hemmenden oder fördernden Faktoren der jeweiligen Übergabephase zugeordnet und Empfehlungen für ein spezielles Informations- sowie Beratungs- und Seminarangebot, abgeleitet.



