Zur Erhebung von Ambiguitätstoleranz im Sinne der Grünen Pädagogik – erste Ergebnisse
Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist von weitreichenden Transformationen geprägt. Insbesondere sind davon Bildungsinstitutionen betroffen. Sie stehen vor der Herausforderung, Lehrpersonen auf ungewisse Veränderungen vorzubereiten und im Kontext Schule und Unterricht im Umgang mit Unsicherheiten und Mehrdeutigkeiten zu unterstützen. Zudem zeigen Inhalte einer zukunftsfähigen Nachhaltigkeitsbildung Dilemmata und Aporien auf. Dies impliziert, dass Lehrpersonen Ambiguitätstoleranz aufweisen müssen, die es ihnen ermöglicht, in Bezug auf Antinomien konstruktiv zu agieren. Für Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen von Lehrpersonen ist es unverzichtbar, die Förderung dieser prospektiven Kompetenz zu forcieren.
Der Beitrag thematisiert dazu die Hintergründe und Ziele des Forschungsprojekts „Zur Förderung von Ambiguitätstoleranz in der Nachhaltigkeitsbildung“ von drei österreichischen Hochschulen. Einerseits werden Aspekte des didaktischen Konzepts „Grüne Pädagogik“ in Bezug zu Ambiguitätstoleranz diskutiert. Andererseits zeigt der Artikel ausgewählte Aspekte zur Entwicklung von Messinstrumenten des Konstrukts Ambiguität auf und stellt erste quantitative Ergebnisse der Erhebungen von Studierenden an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien dar.



