Wo drückt der Schuh bei Österreichs Landwirtinnen und Landwirten? Erkenntnisse aus der Vision 2028+ für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Autor:innen: Leopold Kirner und Theresa Eichhorn

Erschienen in: Zukunftsperspektiven, Beratungs- und Bildungsbedarfe für Umwelt, Klimawandel und Landwirtschaft (BAND 7), 2025

DOI-Link: https://doi.org/10.61056/9783706564700_2

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Der vorliegende Beitrag analysiert die Zukunftsaussichten, Herausforderungen und Strategien der Landwirt:innen in Osterreich auf Basis der VISION 2028+. In Phase 1 der Vision wurden 1.505 Landwirt:innen Ende 2023 telefonisch befragt. Die Analyse zeigt eine hohe Zufriedenheit der Befragten mit der bisherigen Entwicklung ihres Betriebes, wohingegen die Zukunftsaussichten weniger optimistisch eingestuft werden. Rund 15 % der Befragten beabsichtigten in den nächsten zehn Jahren die Betriebsführung einzustellen, der Großteil will den Betrieb in Zukunft wie bisher bewirtschaften. Die Herausforderungen aus Sicht der Praktiker:innen betreffen vor allem Bürokratie, Einkommenssituation und Klimawandel. Als Strategien werden die Aus- und Weiterbildung, die überbetriebliche Zusammenarbeit und Vernetzung sowie die Produktion im Rahmen von Qualitätsprogrammen favorisiert. Nach Betriebstypen zeigen sich häufig statistisch signifikante Abweichungen bei den Einschätzungen der Landwirt:innen. Die Ziele und Maßnahmen der Vision 2028+ sind daher zielgruppengerecht für unterschiedliche Betriebstypen weiterzuentwickeln, um auch in Zukunft eine multifunktionale Landwirtschaft in Osterreich sicherzustellen.

Schlagworte: Betriebstypen, Landwirtschaft, Strategie, Telefonbefragung, Zukunftsaussichten