Zeitschrift für pädagogische Praxis HAUPtsache | Im KONTRA:PUNKT – Plädoyers für pädagogische Widerspruchstoleranz

Die Zeit der Universalgenies ist mit Beginn der Neuzeit vorbei. Oder kennen Sie, sehr geschätzte Leserin und sehr geschätzter Leser, einen Leonardo da Vinci des 21. Jahrhunderts: Eine Person, welche in der Malerei, der Technik, der Mathematik, der Physik, etc. jeweils den höchsten wissenschaftlichen Standard erreicht?
Seitdem sind in jeglicher Form der Entwicklung und der Innovationen durch Diskurs und kontinuierlichen Aufbau Standards auf dem derzeitigen Niveau der Wissenschaft und Technik entstanden.
Auch die gesellschaftlichen Neuordnungen der heutigen Zeit erfordern Lösungen, welche in der Regel nicht einfach gefunden werden können. Die Fragestellungen sind mittlerweile zu komplex und einfache Antworten erbringen nicht das volle Potenzial von Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Seit dem deutschen Philosophen und Denker der Freiheit, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, wissen wir, dass auf Ing. Mag. Dr. Thomas Haase Rektor Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik eine These in der Regel eine Antithese folgt und aus dem Diskurs heraus eine neue Synthese entsteht. Aus dieser entsteht wiederum eine neue Antithese.
Was benötigt es, um Prozesse weiter voranzutreiben? Einen Diskurs, welcher zweifellos Widersprüche hervorruft. Diese Widersprüche sind der Motor für den nächsten Schritt im Sinne Hegels.
Die Pädagogik als Teil der Humanwissenschaften benötigt Widersprüche, um neue Antworten zu kreieren. Das unterscheidet uns von den Naturwissenschaften: Dort herrschen in der Regel Naturgesetze vor, es zeigt sich ein Ursache – Wirkungszusammenhang. Diesem Prinzip folgt die Pädagogik eher nicht. Wir benötigen daher den Diskurs, um auf neue Fragen keine rezepthaften Antworten zu erstellen, jedoch um Ansätze zur Problembewältigung zu finden. Dieses Thema greift die aktuelle Ausgabe der HAUPtsache auf.

Blättere direkt auf Yumpu durch die siebte Ausgabe unseres Magazins HAUPtsache: HAUPtsache – Ausgabe 7