Hochschullehrgang Gewaltprävention durch Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenz

Dauer: 8 Tage
ECTS: 4
Start: 3. Juli 2020

Zielgruppe

Lehrer*innen, Berater*innen, Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildungs-, Jugend- und Sozialarbeit und Beamt*innen des offenen und geschlossenen Strafvollzugs für jugendliche Straftäter*innen

Kurzbeschreibung

Der Hochschullehrgang hat zum Ziel, verschiedene in der Jugendarbeit tätige Berufsgruppen mit fachlichen und praktischen Werkzeugen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention auszustatten. Die Heterogenität der Lehrgangsteilnehmer*innen und der Erfahrungsaustausch unterschiedlicher Berufsgruppen spielt eine ebenso zentrale Rolle wie die Fachexpertise langjähriger Trainer*innen aus verschiedenen Bereichen der Gewaltprävention.

Durch die Förderung der sozialen, persönlichen und emotionalen Kompetenz soll die soziale Polarisierung und gewalttätige Radikalisierung von Jugendlichen verhindert und die Zivilgesellschaft und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Basierend auf den Theorien der „10 grundlegenden menschlichen Bedürfnisse“ nach Max-Neef, der Demokratie- und Partizipationsarbeit, der Konflikttransformation und gewaltfreien Kommunikation nach Galtung und Rosenberg sowie durch wissenschaftliche und tiefenpsychologische Zugänge wird die Präventionsarbeit klar verständlich und erlebbar gemacht. Dabei werden auch die aktuellen Vorurteile und Definitionen des „gewaltbereiten Extremismus“ infrage gestellt, indem alle Ausprägungsformen betrachtet werden und das Risiko einer Stigmatisierung eines bestimmten Kollektivs vermieden wird. Ein Modul widmet sich ganz dem Thema „Gewaltprävention durch Umwelt- und Waldpädagogik“, da die Methodik der Umwelt- und Waldpädagogik  wesentlich zur Identitäts- und Persönlichkeitsbildung sowie zum Ausbau der Gruppen- und Empathiefähigkeit beiträgt und dies wesentliche Elemente der Präventionsarbeit sind. Des Weiteren haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich mit wichtigen Akteur*innen der  österreichischen Gewaltpräventionslandschaft zu vernetzen und deren Arbeitsbereiche und Best-Practice-Projekte kennenzulernen. Zum Schluss des Lehrgangs erfahren die Teilnehmenden durch hilfreiche Tipps und Übungen, wie sie das Gelernte gut in ihren Job integrieren und gleichzeitig ihre persönlichen Ressourcen schützen können.

Der Lehrgang ist für alle Teilnehmenden kostenlos, da er im Rahmen des EU-geförderten Projektes „Rhizome against Polarisation“ durchgeführt wird. Übernachtungs- und Verpflegungskosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.

Abschluss

Nach erfolgreicher Absolvierung des Lehrgangs, der Ausarbeitung eines Gewaltpräventionsprojekt-Konzeptes sowie einer Abschlusspräsentation erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, ausgestellt von der Hochschule der Agrar- und Umweltpädagogik und Südwind.

Lehrgangsarchitektur und Learning Outcomes

Polarisierung, Radikalisierung & gewaltbereiter Extremismus

Polarisierung, Radikalisierung & gewaltbereiter Extremismus – Vertiefung in die geistige Entwicklung des Menschen aus tiefenpsychologischer Sicht, Vertiefung in politische und religiöse Extremismusformen

Konflikttransformation, Demokratiearbeit & praktische Tools zur Gewaltprävention

Umwelt- und Waldpädagogik als Strategie der Gewalt- und Radikalisierungsprävention

Gewaltprävention in Österreich: Initiativen und Best-Practice-Projekte stellen sich vor

Just do it! Gewaltprävention im beruflichen Tätigkeitsfeld integrieren

Termine und Orte

3. bis 5. Juli 2020 LEHRGANGSSTART: Online
28. August 2020 Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien
29. August 2020 Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien
16. Oktober 2020 noch offen
17. Oktober 2020 Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien